Darum springen 90% deiner Website-Besucher direkt wieder ab

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Du gehst in deinen Google Analytics Account rein und wunderst dich jedes Mal, warum die meisten der Besucher deiner Website sofort wieder abspringen? Keine Sorge, du bist damit nicht allein.

Ich zeige dir heute die Top 5 Gründe, warum deine Seite sofort wieder verlassen wird und wie du deine Seite wieder auf den richtigen Kurs bringst.

Prelude

Der Schmerz eines jeden Website-Betreibers. Egal ob als Online-Shop oder Business-Page für dein Startup, man freut sich über jeden neuen Besucher und ärgert sich über jeden, der die Seite wieder verlässt.

Doch warum passiert das? Warum nehmen sich Menschen nicht mal 10 Sekunden Zeit, um die kurz zu überfliegen?

Um eine Website effektiver zu machen, werden viele psychologische Tricks angewandt, die aus dem Marketing-Bereich kommen und eben dabei helfen sollen, den Besucher länger auf der Website zu halten.

Schauen wir uns jetzt mal an, warum deine Website-Besucher direkt wieder von der Seite abspringen und wie du das beheben kannst.

Grund 1: Ladezeit

Eindeutig der wichtigste Grund, warum Leute deine Website verlassen. Sie lädt einfach zu lange!

“Wir verlieren pro Sekunde Ladezeit 1% unseres Umsatzes.”

Jeff Bezos – CEO von Amazon
Wie sich die Ladezeit auf die Absprung-Rate auswirkt

Die Ladezeit im Verhältnis zur Absprung-Rate

Wie im Bild oben zu erkennen, steigt die Absprung-Rate einer Website, je länger die Seite lädt. Dabei sind 2 Punkte besonders zu beachten:

Ab 2 Sekunden Ladezeit steigt die Absprung-Rate enorm. Das liegt daran, dass wir es gewohnt sind, dass wir nicht länger als 3 Sekunden auf das Laden des Contents warten. Ab diesem Zeitpunkt wird das Gefühl vermittelt, dass die Seite technisch nicht gut ist & somit auch der Inhalt nicht.

Ab 9 Sekunden wird es dann wieder weniger relevant und der Graph sinkt wieder. Das liegt daran, dass diejenigen, die bis jetzt auf den Content gewartet haben, auch wirklich wissen wollen, um was es geht. Ob 9 oder 15 Sekunden zu warten ist dann auch nicht mehr relevant.

So kannst du deine Seite schneller machen

Bevor du irgendetwas machst, musst du vorher mal herausfinden, warum deine Seite überhaupt so langsam ist. Aufwendige Java-Scripts, zu große Bilder oder schlechte Server summieren sich schnell auf und lassen deine Seite furchtbar langsam laden.

Hier eine Schritt für Schritt Anleitung, wie du deine Seite schneller machen kannst:

  1. Geh auf GTMetrix, gib die URL deiner Website ein und teste sie ganz kostenlos.
  2. Dort bekommst du dein Testergebnis. Achte dabei nur auf die Ladezeit der Website und nicht auf die Bewertungen. Der Server liegt in Amerika und gibt für Europa generell schlechtere Bewertungen.
  3. Du bekommst eine Auflistung deiner Probleme. Diese kannst du im CMS deiner Website beheben.
  4. Bilder sind zu groß? Für WordPress kannst du das Plugin “Smush” runterladen, um deine Bilder auf die richtige Größe zu skalieren (automatisch). Mit dem Online-Tool PicResize kannst du generell Bilder richtig skalieren und die Datengröße reduzieren.
  5. CSS / Javascript Daten zu groß? Für WordPress kann das Tool “Autoptimize” Abhilfe verschaffen. Generell würde ich hier allerdings einen Experten bzw. deinen IT-Profi ansprechen, da das Plugin möglicherweise deine Seite zerstören kann.
  6. Mit dem kostenpflichtigen Plugin WP Rocket kannst du die meisten deiner Speed-Probleme auf WordPress entfernen.

Grund 2: Erwartungshaltung

Stell dir vor, du gehst in ein Geschäft mit dem Schild “Schwarze Hosen Markt” darüber. Perfekt! Du wolltest dir nämlich gerade eine schwarze Hose kaufen, also gehst du rein. Drinnen angekommen merkst du allerdings, dass nur weiße Hosen im Angebot sind.

Deine erste Reaktion? Du verlässt den Shop natürlich sofort wieder. Genau so ist das auch bei deiner Website. Diese ist immer mit einem Infotext, einem Titel oder einer Beschreibung im Internet verlinkt. Wenn dort steht “Sieh dir unsere neuen Hosen im Shop an!” und du findest auf der Seite allerdings nicht direkt die Hosen, springst du wieder ab. Ganz einfach.

So kannst du das Problem lösen

Eigentlich ganz einfach: Präsentiere das, was du versprichst. Am häufigsten verlinkt bist du auf Google, weshalb du hier als erstes dein “Aushängeschild” für deine Website bearbeiten solltest. Google nimmt die Metadaten deiner Website und wandelt diese in den Titel und in die Metabeschreibung um, die du dann in den Suchergebnissen findest.

Wenn du diese Metadaten bearbeitest, kannst du genau beschreiben, was den Besucher auf deiner Website erwartet. Bei WordPress kannst du das z.B. mit dem Plugin Yoast SEO besonders gut umsetzen.

Grund 3: Langer Weg bis zum Ziel

Langer Weg bist zum Ziel

Jeder deiner Besucher hat ein Ziel. Das kann entweder der Kauf eines gewissen Produkts sein, oder aber auch das Beschaffen gewisser Informationen. Die Aufgabe eines Webdesigners ist es, den Besucher so schnell wie möglich zu seinem Ziel zu bringen.

So machst du es dem Besucher besonders schwer

  • Kein Call-To-Action im ersten Bereich deiner Seite
  • Komplizierte Navigation
  • Unleserlicher Inhalt
  • (Für Mobil) Versteckter Content
  • Bilder, die nichts mit dem Inhalt zu tun haben
  • Zu viele Informationen / Meterlange Fließtexte

So bringst du den Besucher einfach ans Ziel

  • Sei dir von Anfang an klar, worauf deine Website ausgelegt sein soll
  • Platziere direkt am Anfang einen Button, der den Besucher ans Ziel bringt
  • Deine Navigation soll klar strukturiert sein und eindeutig beschreiben, wohin man weitergeleitet wird
  • Mach deine Website responsive (Passt sich an jeden Bildschirm an)
  • Verwende Bilder, die den Textinhalt unterstützen
  • Präsentiere Inhalte, in dem du Hierarchien verwendest und wichtige Dinge in den Vordergrund stellst. So muss man nicht alles lesen um das nötigste zu erfahren

Grund 4: Viel Traffic, aber die falschen Leute

Traffic aber die falschen Besucher

Dieser Grund hat jetzt weniger mit deiner Website zu tun, sondern mehr mit deiner Positionierung und deiner Marketing-Message.

Deine Werbungen auf Facebook & Instagram laufen und auf Google bist du auch ganz weit oben gelistet. Du hast eine Menge Traffic auf deiner Website, wunderst dich aber, wieso deine Marketing-Kosten steigen, deine Umsatz aber nicht.

Wenn du die falschen Leute auf deine Website bringst, also Leute die eigentlich nicht an deinem Angebot interessiert sind, dann steigt deine Absprung-Rate enorm, die Kosten für die Werbung hast du aber trotzdem tragen müssen, obwohl niemand kauft.

Forme eine Marketing-Message, die aussortiert & qualifiziert

Natürlich hat auch das Targeting und die Zielgruppen-Einstellung deiner Werbeanzeige viel damit zu tun, aber wenn deine Marketing-Message die falschen Leute anspricht, muss zu zahlen, ohne bezahlt zu werden.

Hast du einen Hammer, der Linkshändern dabei hilft, ein Regal zu reparieren? Dann gib das in deine Message: “Lass dich nicht vom Aufbau deines Regals hindern, nur weil du Linkshänder bist! Wir haben den richtigen Hammer für dich!”

So kannst du die Anzahl an Rechtshändern, die eigentlich gar keinen Hammer brauchen, minimieren und somit auch die Absprung-Rate deiner Website.

Grund 5: Deine Website ist nicht mobile-friendly

That’s a big one! Rund 43% aller Seitenaufrufe kommen mittlerweile vom Smartphone. Eine Website, die nicht darauf ausgelegt ist? Furchtbar!

Im November 2020 erfolgten laut Auswertung von StatCounter rund 43,17 Prozent aller Internet-Seitenabrufe in Österreich über Smartphones.

Quelle: Statista

Stichwort: Responsive

Wie vorher schon mal angesprochen, muss deine Website responsive sein. Die große Anzahl an verschiedenen Bildschirmgrößen macht es unmöglich, die Website für ein paar fixe Bildschirmgrößen zu programmieren. Deshalb muss sie responsive sein. Auf deutsch heißt das so viel wie “sich an den Bildschirm anpassen“.

Es ist allerdings gar nicht so einfach, eine Website responsive zu machen. Vor ein paar Jahren konnten das wirklich nur die Web-Entwickler, indem sie im Code gewisse Content-Abmessungen “abhängig vom Bildschirm” gemacht haben.

Im Jahre 2021 gibt es schon eine Vielzahl an visuellen Design-Programmen, mit denen man auch ohne Code eine tolle Website erstellen kann. Für den Laien sind diese Programme allerdings auch noch zu komplex. Wobei nicht zu komplex sondern eher zu zeitintensiv. Willst du also deine Website responsive machen und deine Absprung-Rate reduzieren, solltest du dich an den Webdesigner oder Entwickler deines Vertrauens wenden.

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niklas-zechner

“Danke, dass du dir Zeit fürs Lesen genommen hast!”

Niklas Zechner

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